Holländer geben €1,5 Mrd. aus in EU Webshops

Konsumenten in den Niederlanden haben in 2017 rund € 1,5  Mrd. ausgegeben an Cross-Border Online Ankäufen in europäischen Webshops, so berichtete das holländische Statistikbüro, CBS, am 24. May 2018. Dieser Wert wurde abgeleitet aus laufenden Big Data Untersuchungen nach Online Ausgaben von holländischen Konsumenten in Webshops im Ausland.

Es geht dabei, laut CBS, konkret um Produktankäufe die von Konsumenten in Holland über E-Commerce getätigt wurden in Webshops ausserhalb den Niederlanden, aber innerhalb der EU. Die Zahlen dieses sog. Cross-Border E-Commerce Geschäftes wurden aus den Steuererklärungen von ausländischen Online Händlern beim Finanzamt in Holland abgeleitet, eine sehr zuverlässige Quelle. Insgesamt könnte der Wert sogar höher sein als der jetzt veröffentliche Zahl von €1,5 Mrd., weil Steuererklärungen erst ab einem Verkaufsvolume von mehr als €100.000 einzureichen sind. Allerdings meldet das Statistikbüro eine mögliche Fehlerquote von 5% dieser neu eingeführte Analysemethodik, die noch in der Entwicklungsphase ist.   

Desweiteren berichtete das Statistikbüro, dass die Wachstumsrate im Cross-Border Geschäft zwischen Konsumenten in Holland und Webshops in der EU zwischen Q1 2015 und Q1 2017 in fast allen Quartalen höher lag als im lokalen E-Commerce Geschäft. Insbesondere im Q2 und Q4 2016, lag dieses Wachstum bei über 30%, weil gleichzeitig das inländische Wachstum im Online Handel bei rund 20% lag.

Obwohl der 2% Anteil des grenzübergreifenden B2C Online Handels am gesamten Handelsvolumen in vergleichbaren Produkten am holländischen Markt heute noch gering ist, ist ein deutliches Wachstum in den vergangenen Jahren sichtbar.

Auffallend ist noch, das die Umsätze von €1,5 Mrd. im Cross-Border Geschäft in Holland in 2017, die vom Statistikbüro genannt werden, fast doppelt so hoch sind als der Wert von € 817 Mio. der von GfK zusammen mit dem Versandhandelsverband Thuiswinkel.org über den gleichen Zeitraum im April 2018 gemeldet wurde. Aufgrund der zuverlässigen Quelle die das Statistikamt verwendet hat, scheint dies wohl eine zu geringe Einschätzung des tatsächlichen Umsatzvolumen im Cross-Border E-Commerce Geschäft zwischen Konsumenten in Holland und ausländischen Webshops gewesen zu sein.


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