€1 Mrd. Cross-border Umsatz in Holland

Online Käufer in den Niederlanden haben in 2016 insgesamt € 1.071 Mrd. ausgegeben in Webshops aus anderen EU-Staaten, ohne Niederlassung in Holland. Mehr als 50% von diesen Cross-Border Umsätzen sind an deutschen Online Händlern gegangen, 12% an britischen Webshops und jeweils 8% an belgischen und italienischen E-Commerce Unternehmer. Die restliche 20% wurden in Webshops aus verschiedenen anderen EU-Staaten ausgegeben. Insgesamt haben die Cross-Border Ankäufe in anderen EU-Ländern seit 2014 um satte 62% zugelegt, 17%-Punkte mehr als die lokalen Online Umsätze, die um 45% gewachsen sind.

Die Zahlen wurden vom Statistikamt CBS veröffentlicht und basieren auf neuen Research der zusammen mit 2 Universitäten durchgeführt wurde. In der Studie ist der Standort des Verkäufers entscheidend bei der Ermittlung des Cross-Border Umsätze, nicht der Webdomain oder die Sprache (sowieso meist holländisch).

Am meisten werden Oberbekleidung und Schuhe gekauft bei ausländischen Händlern. Sie haben einen 60% Anteil an den gesamten Cross-Border Umsatz.

Der hohe Anteil von deutschen (und Oberbekleidungs-  und Schuh-) Webshops erklärt sich vor allem aus dem großen Erfolg von Zalando am holländischen Markt. Im Markt für Tierbedarf agiert Zooplus  sehr erfolgreich am holländischen Markt.

Beide Unternehmen sind gute Beispiele dafür, wie man ein Cross-Border Geschäft erfolgreich gestaltet. Eine klare Strategie, Lokalisierung des Webshops und Online Marketing auf hohem Niveau und marktkonforme, lokalisierte Services. Ein deutlicher Hinweis dafür, dass für ein erfolgreiches Cross-Border Geschäft mehr verlangt wird als eine Übersetzung.

Quelle: CBS, 23. Mai 2017


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